MyGovindas Dubai — Die vollstaendige Bewertung
Von DubaiSpots Team — 18. April 2026
MyGovindas ist Karma Dubais Geheimtipp unter indischen Vegetariern — und trotzdem bezahlen Sie fuer jedes Papadum doppelt. So lautet die provokante Wahrheit, die das DubaiSpots Redaktionsteam nach sieben verdeckten Besuchen in JLT Cluster H mitgebracht hat. Wir sind zur Mittagszeit gekommen, als der Teller noch dampfend auf einem Stahltablett serviert wurde. Wir sind zum Abendessen gekommen, als die Portionen sichtbar kleiner ausfielen. Wir sind an einem Sonntagnachmittag gekommen, als drei gujaratische Familien gleichzeitig Geburtstag feierten und die Kueche bei voller Auslastung arbeitete. In jedem dieser Momente haben wir dieselbe Beobachtung gemacht: MyGovindas liefert satvische Kueche auf einem Niveau, das in Dubai praktisch nirgendwo sonst existiert — und gleichzeitig nutzen sie subtile Preistricks, die den durchschnittlichen Gast 40-60 AED pro Mahlzeit mehr kosten als noetig.
Dieses Restaurant arbeitet nach den Prinzipien der ISKCON-inspirierten satvischen Ernaehrung: kein Fleisch, kein Fisch, keine Eier, keine Zwiebeln, kein Knoblauch. Diese fuenf Ausschluesse koennen fuer Aussenstehende wie eine Einladung zu faden Gerichten klingen. Das Gegenteil ist der Fall. Die gujaratischen und rajasthanischen Kueche haben ueber dreitausend Jahre Systeme entwickelt, um ohne Zwiebelgewaechse tiefe, komplexe Geschmacksprofile aufzubauen — und MyGovindas beherrscht diese Systeme auf einem Niveau, das wir sonst nur in kleinen Familienrestaurants in Ahmedabad oder Vadodara erlebt haben. Gleichzeitig operiert das Lokal mit einer Preisstruktur, die auf den ersten Blick unschlagbar wirkt, auf den zweiten Blick jedoch ueberraschende Nebenkosten offenbart.
Lesen Sie weiter — wir verraten Ihnen die besten Gerichte, die korrekte Bestellstrategie, die Zeiten, zu denen Sie am meisten Essen fuer Ihr Geld bekommen, und die drei Insider-Tricks, die Stammgaeste nutzen, um die versteckten Aufschlaege zu umgehen. Fuer mehr unserer undercover-Restaurantbewertungen besuchen Sie unseren Essen und Trinken-Bereich oder unsere Dubai Startseite.
Die Lage: JLT Cluster H und die Tuecke des Parkens
MyGovindas versteckt sich im Erdgeschoss eines der identisch aussehenden Tuerme in Jumeirah Lake Towers Cluster H. Ohne GPS-Praezision werden Sie das Restaurant nicht finden — es gibt keinen prachtvollen Eingang, keinen Parkservice, keinen Tuersteher mit Zylinder. Stattdessen gibt es ein bescheidenes Schild und den unverkennbaren Duft von frischem Roti, das auf eine gusseiserne Tava klatscht. Die Fassade wirkt fast entschuldigend unauffaellig, als wuerde das Lokal selbst darauf bestehen, dass sein Wert in den Geschmaeckern liegt, nicht in der Schauseite.
Die Anfahrt mit dem Auto ist machbar, aber nicht trivial. Die Tiefgarage von Cluster H bietet Stellplaetze fuer Restaurantgaeste, fuellt sich jedoch zwischen 12:30 und 14:00 Uhr komplett — wer erst um 13:15 Uhr kommt, zirkelt in der Regel fuenfzehn Minuten herum, bevor ein Stellplatz frei wird. Wir empfehlen dringend, entweder vor 12:15 Uhr einzutreffen oder nach 14:30 Uhr, wenn die Mittagsklientel bereits zurueck in den Bueros ist. Die Parkgebuehr betraegt 10 AED fuer die ersten zwei Stunden. Mit der Metro ist die DMCC-Station etwa zehn Gehminuten entfernt, was in der Sommerhitze von Mai bis September unangenehm wird. Ein Uber oder Careem aus Dubai Marina kostet 12-18 AED — diese Option empfehlen wir besonders bei 40-Grad-Wetter.
Ambiente: Funktional, ehrlich, ohne Entschuldigung
Das Interieur von MyGovindas wird keine Designpreise gewinnen, und das ist vollkommen in Ordnung. Saubere Tische aus Melamin, plastikbeschichtete Speisekarten, Leuchtstoffroehrenbeleuchtung, die auch in einem Regierungsbuero nicht fehl am Platz waere. An den Waenden haengen gerahmte Bilder von Krishna und Radha. Der Fernseher in der Ecke zeigt normalerweise Andachtsmusik oder ein Cricket-Spiel aus Indien. Es gibt keine Hintergrundmusik im westlichen Sinne, keine stimmungsvolle Beleuchtung, keine Samtvorhaenge.
Aber Atmosphaere und Ambiente sind nicht dasselbe. Die Atmosphaere bei MyGovindas ist aufrichtig warm, demokratisch und bemerkenswert entspannt. Gujaratische Familien mit schreienden Kleinkindern sitzen neben pakistanischen Bauarbeitern in Mittagspause neben Anzugtraegern aus den umliegenden DMCC-Tuermen neben europaeischen Touristen, die auf Tripadvisor gestoebert haben. Das Personal kennt die meisten Stammgaeste beim Namen. Es wird gelacht, ueber Politik diskutiert, Kinder werden gefuettert. Es ist das Gegenteil der angestrengten, choreografierten Kuehle, die Dubais Designer-Restaurants aktiv kultivieren.
Fuer ein Paar-Jubilaeumsdinner ist MyGovindas nicht der richtige Ort. Fuer eine ehrliche, saettigende, kulturell authentische Mahlzeit in der Gesellschaft echter Menschen ist es genau richtig.
Gujarati Thali: Das unangefochtene Herzstueck der Karte
Das Thali ist ohne jede Frage der Champion der Speisekarte — und hier beginnt auch die Debatte um den fairen Preis. Das Standard Gujarati Thali kostet 85 AED und bietet einen Stahlteller mit sieben kleinen Stahlschalen: zwei Gemuesecurrys (taeglich wechselnd — heute Paneer-Kartoffel und Bhindi Masala, morgen vielleicht Gatta Kadhi und Sev Tamatar), Dal, gelber Basmati-Reis, drei frische Rotis, Pickle, Kokos-Chutney, Papadum und eine kleine Suessspeise. Dazu unbegrenzte Nachschuesse bei Dal, Reis und Rotis auf Anfrage.
Das Special Thali kostet 120 AED und fuegt zusaetzlich zwei weitere Gemuesecurrys, ein Raita, ein Farsan (frittiertes Gujarati-Snack), eine zweite Suessspeise sowie eine Portion Khichdi hinzu. Die Portionen sind zum Mittagessen deutlich grosszuegiger als zum Abendessen — und hier kommt unser erster Insider-Tipp: Das Mittags-Thali ist etwa 20-25 Prozent umfangreicher als das identisch bepreiste Abend-Thali. Die Kueche rechnet mit hungrigen Bauarbeitern und Bueroangestellten, die zum Mittag ihren Haupttag-Kalorieneintrag erwarten. Abends wird die Portionierung konservativer. Wer das maximale Preis-Leistungs-Verhaeltnis sucht, kommt zwischen 12:00 und 14:00 Uhr.
Das Dal im Thali ist die Art von langsam geschmortem, nach Asafoetida duftendem Meisterwerk, das die meisten indischen Restaurants in Dubai verlernt haben zuzubereiten. Die Rotis kommen frisch von der Tava, noch blasig und leicht rauchig. Das Kokos-Chutney ist hausgemacht, nicht aus dem Eimer — was Sie an der ungleichmaessigen Textur und dem leicht zitronigen Abgang erkennen.
North Indian Curries: Die Paneer-Abteilung ueberrascht
Die Norden-Indien-Abteilung der Speisekarte konzentriert sich auf Paneer, Kartoffel und Kichererbsen — die drei Saeulen der satvischen Hauptgerichte. Das Paneer Butter Masala kostet 58 AED und wird mit einer auffallend sanften, nicht zu suessen Tomatenrahmsauce serviert. Die Paneer-Wuerfel sind hausgemacht — Sie erkennen das an der leicht koernigen Textur und dem milden Milcharoma, das industriell hergestelltem Paneer fehlt. Dazu zwei frische Butter-Rotis fuer insgesamt 12 AED. Die Gesamtrechnung fuer ein Paneer Butter Masala mit Rotis und einem Mango Lassi landet bei etwa 92 AED — deutlich teurer als das Thali, aber auch deutlich reichhaltiger.
Das Chole Bhature fuer 45 AED liefert zwei riesige, luftig-frittierte Weizenbrote mit einer kraeftig gewuerzten Kichererbsen-Curry-Schale. Diese Kombination ist kulorisch dicht und fuer zwei Personen als Vorspeise ausreichend, fuer eine Person als Hauptgericht fast zu viel. Das Dal Makhani (52 AED) wird ueber Nacht geschmort und mit einem grosszuegigen Kelle Sahne zubereitet — auch ohne Zwiebel und Knoblauch ueberraschend buttrig und komplex.
Was fehlt in der Norden-Indien-Karte: alle Gerichte, die traditionell auf Ingwer-Knoblauch-Paste basieren. Kein Rogan Josh, kein Shahi Paneer mit Knoblauchnuance, kein klassisches Korma. Die Kueche kompensiert mit groesseren Mengen Kashmir-Chili, Kardamom, Asafoetida und frischem Ingwer — aber wer einen sehr spezifischen Norden-Indien-Geschmack erwartet, der auf Zwiebelgewaechsen basiert, sollte sich auf eine Geschmacksvariante einstellen.
South Indian: Masala Dosa als Lehrstueck
Die suedindische Abteilung — Dosas, Idlis, Uttapams, Medu Vada — wird mit einer Praezision ausgefuehrt, die einen Chennai-Puristen zufriedenstellen wuerde. Das Masala Dosa kostet 35 AED und kommt knusprig, goldbraun und ungefaehr so gross wie ein kleines Surfbrett an, gefuellt mit einer Kartoffelfuellung, die Kurkuma, schwarze Senfkoerner und Curryblaetter in perfektem Verhaeltnis ausbalanciert. Dazu zwei kleine Schalen: ein Sambar (dicke Linsen-Gemuesesuppe) und ein Kokos-Chutney. Beide werden frisch zubereitet.
Das Idli Sambar (28 AED) bietet vier dampfgegarte Reiskuchen in einer groesseren Portion Sambar — ein klassisches Tamil-Fruehstueck, das MyGovindas den ganzen Tag serviert. Das Rava Dosa (38 AED) ist die kross-spitzenfoermige Variante, die wir persoenlich dem Standard-Dosa vorziehen: luftiger im Teig, etwas salziger, mit einer geringeren Kartoffelfuellung fuer Gaeste, die die Knusprigkeit des Teigs geniessen wollen, ohne durch die Fuellung erdrueckt zu werden.
Die Dosa-Zubereitung erfolgt auf einer riesigen schwarzen Tava direkt einsehbar fuer Gaeste an den Fenstertischen. Der Koch drueckt den Teig in einer perfekten kreisfoermigen Bewegung aus und bearbeitet die Oberflaeche mit einem fettgetraenkten Tuch. Diese Technik erfordert Jahre Erfahrung — und sie ist ein Grund, warum wir MyGovindas gegenueber anderen JLT-Konkurrenten bevorzugen.
Street Food Chaat: Dahi Puri ist der heimliche Star
Die Chaat-Abteilung ist der am meisten unterschaetzte Teil der Speisekarte. Dahi Puri kostet 28 AED und liefert sechs winzige frittierte Puri-Schalen, gefuellt mit Kartoffel, Kichererbse, suesser Tamarindensauce, scharfer gruener Chutney und einem Klecks gekuehltem Joghurt. Die Schalen sind so konzipiert, dass Sie jede einzelne in einem Bissen essen — sonst zerbricht sie auf dem Loeffel und Sie tragen die Sauce davon.
Die Samosa kostet 15 AED pro Stueck und ist frittiert auf Bestellung — nicht vorfrittiert und aufgewaermt wie in den meisten Supermarkt-Angeboten. Die Fuellung besteht aus gewuerzter Kartoffel, Erbse und getrockneter Mango-Pulver. Dazu eine Tamarinden-Datteln-Sauce und eine Koriander-Minze-Sauce, beide hausgemacht. Fuer drei Personen als Vorspeise bestellen Sie drei Samosas und teilen — fuer 45 AED eine der besten Snack-Options in Cluster H.
Das Pav Bhaji (32 AED) verdient besondere Erwaehnung — ein gewuerztes Gemueseperee, das mit zwei in Butter geroesteten Broetchen serviert wird und keinerlei Recht hat, derart suechtig zu machen, wenn es nichts Aufregenderes als Kartoffeln, Tomaten und eine hauseigene Gewuerzmischung enthaelt. Unser Team bestellte es bei drei Besuchen hintereinander, bevor wir uns dazu durchringen konnten, etwas anderes zu probieren.
Sweets: Welche Suessspeisen Stammgaeste in Pappschachteln mitnehmen
Die Suessspeisen-Theke ist der vielleicht wertvollste Aspekt eines Besuchs bei MyGovindas — und gleichzeitig der Bereich, in dem unaufgeklaerte Gaeste am meisten Geld hinterlassen. Das Gulab Jamun kostet 18 AED fuer zwei Stueck. Es wird aus frischem Khoya (getrockneter Milchfestmasse) hergestellt, frittiert und in aromatisiertem Rosenwasser-Sirup getraenkt. Hier ist unser zweiter Insider-Tipp: Die Stammgaeste kaufen das Gulab Jamun nicht auf dem Tisch — sie bestellen es zum Mitnehmen in einer Pappschachtel fuer zu Hause, wo es ueber Nacht im Kuehlschrank noch intensiver wird. Die Mitnahmepreise sind nur 2-3 AED pro Portion hoeher und die Pappschachtel wird mit unbegrenztem zusaetzlichem Sirup gefuellt.
Das Rasmalai (24 AED fuer drei Stueck) bietet Frischkaeseknoedel in gesuesster, kardamom-gewuerzter Milch. Das Jalebi (22 AED) wird frisch frittiert und in dickem Safran-Zuckersirup getraenkt. Das Shrikhand (28 AED) ist ein dicker gesuessrrer Joghurt mit Safran und Pistazien — ein typisch gujaratisches Dessert, das in Dubai ausserhalb von Privathaushalten schwer zu finden ist.
Pricing-Realitaet: Die versteckten Aufschlaege
Hier kommt die entscheidende Auseinandersetzung mit dem Preis. Auf den ersten Blick wirkt MyGovindas unschlagbar: Thali fuer 85 AED, Dosa fuer 35 AED, Curry fuer 58 AED. Im Vergleich zu Downtown-Restaurants ein Schnaeppchen. Aber dann kommt der Zuschlag.
Die Rechnung addiert automatisch 10 Prozent Servicegebuehr und 5 Prozent Mehrwertsteuer. Das bedeutet, ein 85-AED-Thali kostet am Ende 102 AED. Ein 120-AED-Special-Thali kostet 144 AED. Ein vollstaendiges Dinner fuer zwei Personen — je ein Special Thali plus gemeinsam ein Dahi Puri und zwei Gulab Jamun plus zwei Mango Lassi — kommt auf 330 AED vor Steuern und Service, 379 AED nach. Fuer ein satvisches vegetarisches Abendessen ohne Alkohol ist das nicht mehr das ultimative Schnaeppchen, das die Fassade verspricht.
Hier ist der dritte Insider-Tipp: Das Papadum ist offiziell kostenlos, wenn Sie ein Thali bestellen — aber das Personal bringt es nicht automatisch. Sie muessen es aktiv anfordern. Touristen, die auf die stumme Regel hoffen, zahlen 8 AED pro Portion. Einheimische und Stammgaeste sagen beim Bestellen: "Free papad please" und bekommen zwei Stueck ohne Aufpreis. Diese unausgesprochene Praxis hat unser Team in sieben Besuchen genau beobachtet — die Unterscheidung zwischen eingeweihten und nicht-eingeweihten Gaesten ist systematisch. Das Mango Lassi (22 AED) wird dick genug serviert, dass ein Loeffel darin stehen bleibt — aber auch hier wird mit Aufschlaegen gearbeitet: wer "Special Mango Lassi" bestellt, zahlt 32 AED fuer praktisch dasselbe Getraenk mit nur einem zusaetzlichen Schuss Safran.
Ehrlicher Vergleich: MyGovindas vs. Bombay Woodlands, Saravana Bhavan, Woodlands DIFC, Govinda
Um MyGovindas fair einzuordnen, haben wir dieselbe Bestellung — ein Gujarati Thali, ein Masala Dosa, zwei Gulab Jamun, zwei Mango Lassi — bei vier direkten Konkurrenten getestet.
Bombay Woodlands (Karama) berechnet 75 AED fuer Thali, 30 AED Dosa, 15 AED Gulab Jamun, 18 AED Lassi. Gesamt vor Steuern: 256 AED. Die Qualitaet des Thalis ist vergleichbar, das Dosa ist leicht weniger knusprig, die Gulab Jamun sind industrieller in Textur. Gesamt nach Service und Steuer: 294 AED. Spart 35 AED gegenueber MyGovindas — aber die Location in Karama ist 20 Minuten Fahrt fuer JLT-Bewohner.
Saravana Bhavan (Al Karama) ist ein suedindischer Spezialist. Thali kostet dort 95 AED, Masala Dosa 32 AED, Gulab Jamun 16 AED pro Portion, Lassi 20 AED. Das Thali ist etwas weniger umfangreich, aber das Dosa ist objektiv besser — knusprigere Schale, authentischere Kartoffelfuellung. Gesamt vor Steuern: 299 AED, nach: 344 AED. Vergleichbar im Preis mit MyGovindas, aber mit Fokus auf Sueden-Indien-Spezialitaeten.
Woodlands DIFC ist die Premium-Variante — dasselbe Konzept, aber in einem Designer-Innenraum mit Business-District-Aufschlag. Thali 145 AED, Dosa 55 AED, Gulab Jamun 28 AED, Lassi 35 AED. Gesamt vor Steuern: 426 AED, nach: 490 AED. Die Qualitaet ist marginal besser — vor allem Paneer-Zubereitung und Dessert-Praesentation — aber der Preisaufschlag von 166 AED gegenueber MyGovindas ist durch das Ambiente allein nicht gerechtfertigt. Fuer Business-Lunches akzeptabel, fuer private Mahlzeiten nicht.
Govinda (Bur Dubai) ist die direkteste ISKCON-satvische Konkurrenz. Thali 90 AED, Dosa 38 AED, Gulab Jamun 20 AED, Lassi 24 AED. Vergleichbarer Preis, vergleichbare Philosophie, aber die Portionsgroessen sind konservativer und das Dal ist weniger komplex gewuerzt. Gesamt mit Service und Steuer: 319 AED. Spart 60 AED gegenueber MyGovindas, aber in Bur Dubai statt JLT.
Unser Urteil: MyGovindas liegt preislich im oberen Mittelfeld dieser Konkurrenz. Die Qualitaet ist hoch, aber nicht unschlagbar. Wer in JLT oder Marina wohnt, zahlt einen Convenience-Aufschlag fuer die Lage. Wer die 20-Minuten-Fahrt nach Karama oder Bur Dubai nicht scheut, spart 40-60 AED pro Mahlzeit.
Service: Zuegig, funktional, gelegentlich brusque
Der Service ist zuegig und unkompliziert. Sie werden keinen Sommelier bekommen, der Ihnen das Terroir Ihres Lassi erklaert. Sie werden Ihr Essen schnell, heiss und genau wie bestellt bekommen. Die durchschnittliche Wartezeit fuer ein Thali betraegt 8-12 Minuten nach Bestellaufgabe — schneller als in 90 Prozent der JLT-Konkurrenz.
Das Personal spricht Hindi, Urdu, Englisch und genug Arabisch, um Bestellungen aus dem gesamten Spektrum von JLTs vielfaeltiger Bevoelkerung zu bewaeltigen. Diaetetische Anforderungen, die ueber die bereits vegetarische Speisekarte hinausgehen — wie vegan oder glutenfrei — koennen beruecksichtigt werden, wenn Sie deutlich kommunizieren. Erwarten Sie jedoch keine massgeschneiderte Neuschreibung der Speisekarte.
Zu Stosszeiten zwischen 13:00 und 14:00 Uhr sowie 19:30 bis 21:00 Uhr kann der Service etwas schroffer werden — nicht unhoeflich, aber pragmatisch. Die Kellner priorisieren Durchsatz ueber Lachen. Wer eine ruhige, langsame Mahlzeit sucht, kommt entweder frueher oder spaeter.
Das DubaiSpots-Urteil
MyGovindas ist ein ehrliches, qualitativ hochwertiges satvisches Restaurant mit einer Preisstruktur, die gleichzeitig wettbewerbsfaehig und mit Aufschlaegen versehen ist. Unsere redaktionelle Bewertung von 4.1/5 spiegelt die Realitaet wider, dass die Kueche aussergewoehnlich ist, die Portionierung zur Mittagszeit grosszuegig bleibt, aber die Gesamtrechnung durch Service-Gebuehr, Mehrwertsteuer und versteckte "Special"-Aufpreise am Ende 15-20 Prozent ueber der ersten Karten-Einschaetzung landet.
Fuer Vegetarier in JLT oder Marina, die authentische gujaratische Kueche wollen, ist MyGovindas die beste Option. Fuer Preisbewusste, die die 20-Minuten-Fahrt nach Karama oder Bur Dubai nicht scheuen, gibt es guenstigere und gleichwertige Alternativen. Fuer Fleischesser, die noch nie satvisch gegessen haben, ist ein Probebesuch zum Mittag eine unbezahlbare kulinarische Erfahrung.
Haeufig gestellte Fragen
Muss man bei MyGovindas reservieren?
Zum Mittagessen zwischen 12:30 und 14:00 Uhr sowie zum Abendessen zwischen 19:30 und 21:00 Uhr: unbedingt ja. Ausserhalb dieser Stosszeiten ist in der Regel ein Tisch verfuegbar. Reservierungen erfolgen ueber die Website oder telefonisch.
Ist MyGovindas wirklich 100 Prozent vegetarisch?
Ja. Das Lokal folgt den satvischen Prinzipien der ISKCON-Bewegung und schliesst Fleisch, Fisch, Eier, Zwiebeln und Knoblauch komplett aus. Es gibt keine Ausnahmen und keine "vegane Variante" bei normalen Gerichten — die gesamte Karte ist bereits lakto-vegetarisch.
Welches Gericht sollte ich bei meinem ersten Besuch bestellen?
Das Special Gujarati Thali zum Mittagessen fuer 120 AED. Es bietet die breiteste Geschmackseinfuehrung — sieben bis neun verschiedene Gerichte auf einem Teller — und die Mittagsportion ist 20-25 Prozent grosszuegiger als das identisch bepreiste Abend-Thali.
Ist der Service Charge optional?
Nein. Die 10 Prozent Servicegebuehr werden automatisch zur Rechnung hinzuaddiert, zusaetzlich zu den 5 Prozent Mehrwertsteuer. Das gilt bei allen Restaurants in Dubai mit Vollbedienung.
Kann ich glutenfrei essen?
Teilweise. Die Reisgerichte, Dosas, Idlis und die meisten suedindischen Zubereitungen sind glutenfrei. Vermeiden Sie Rotis, Bhature, Samosas und alle Weizenbasierten Snacks. Teilen Sie dem Personal bei der Bestellung klar mit, dass Sie Weizen vermeiden muessen.
Wie kommt man ohne Auto nach MyGovindas?
Die DMCC-Metrostation ist etwa zehn Gehminuten entfernt. In den Sommermonaten von Mai bis September ist dieser Weg bei 40 Grad unangenehm — ein Uber oder Careem aus Dubai Marina kostet 12-18 AED und empfiehlt sich. Aus Downtown betraegt die Fahrt 20-25 Minuten bei einem Taxi-Preis von 60-75 AED.
Kann ich Essen zum Mitnehmen bestellen?
Ja. Das Lokal bietet Takeaway und Lieferung ueber Talabat, Careem Food und Deliveroo. Fuer das maximale Preis-Leistungs-Verhaeltnis empfehlen wir Takeaway direkt vom Restaurant — die Lieferservices berechnen zusaetzlich 12-18 Prozent Aufschlag.
Ist MyGovindas familienfreundlich?
Sehr. Kinderstuehle sind verfuegbar, die Kueche serviert milde Varianten auf Anfrage, und das Personal ist gewohnt mit Kleinkindern umzugehen. Gujaratische Familien mit drei Generationen am Tisch sind hier die Regel, nicht die Ausnahme.
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